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Manuellsen

Manuellsen, bürgerlich Emanuel Twellmann, geboren 1979 in Berlin, ist seit seiner Jugend im HipHop-Geschäft als MC, Sänger und Songwriter tätig und hat vom kleinen Club bis zur großen Bühne schon alles gesehen. Aufgewachsen ist Manuellsen mitten im Ruhrpott zu einer Zeit in der die Menschen dort noch Kohle geatmet haben und das Leben noch weniger ein Zuckerschlecken war als heute.

Manuellsen ist ein Multitalent, ein Entfesselungskünstler der sich immer wieder aus den Schubladen befreit in die man ihn stecken will. Nachdem er mit MB3 im letzten Jahr ein astreines R’n’B-Album vorlegte kehrt er mit KILLEMALL zum Rap zurück.

Verbindendes Element bleibt die Art auf die er seine Geschichten erzählt. Klar, hart, direkt und mit einer gehörigen Portion Kohlestaub, wie man es von einem Ruhrpott-Jungen erwarten würde.

Wie schon auf MB3 spürt man bei Manuellsen 2015, wie leicht ihm der Umgang mit Sprache fällt. Er lässt immer wieder auch englische Lines in seine Texte einfließen und schafft sich so eine sprachliche Bandbreite die im hiesigen HipHop-Business nicht oft anzutreffen ist.

„Musik ist einfach mein Leben. Ich habe schon viel erlebt und ich habe etwas zu sagen. Meine Musik soll inspirieren, antreiben, unterhalten und Menschen zum Nachdenken anregen. Meine Art und Weise zu denken ist eine gerade Art. Wenn ich mich für etwas entscheide, ziehe ich es auch durch. Marketing und Verkaufszahlen interessieren mich nicht. Wenn jemand meint, ich solle etwas lieber nicht sagen, sage ich es dreimal lauter. Rap und HipHop sind lifestyle, aber das heißt nicht nur Fashion, das heißt sie spiegeln dein Leben wieder. Rap ist nicht nur Punchlines, Rap ist eine Aufgabe. Meine Aufgabe.“ – Manuellsen

Was Manuellsen antreibt, ist das Gefühl das viele Rapper in Deutschland sich nicht mehr wirklich anstrengen, dass HipHop inzwischen mehr mit Behaupten zu tun hat als damit das Rapper ins Studio gehen und gute Songs machen. Statt dessen geht es medial im HipHop fast nur noch um Beefs und Streitereien.

Für ihn hat Musik immer auch etwas mit Verantwortung zu tun. Er weiß was es bedeutet das junge Menschen einem zuhören, nach Orientierung suchen. Deshalb geht er auch schwierige Themen, wie Rassismus und das Aufwachsen in prekären Verhältnissen an, ohne zur Moralkeule zu greifen.

Manuellsen ist und bleibt ein akribischer Arbeiter, der nicht mehr nur selbst als Künstler unterwegs ist. Er nimmt seine Weggefährten mit und baut junge Künstler auf. Dazu hat er eigens das Chapter One/Universal-Sublabel „Könige aus dem Schatten“ gegründet, auf dem neben dem Nachwuchsrapper Kez auch sein sechstes Studioalbum KILLEMALL erscheint.

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